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Gehorsamsprüfung Lenzburg

3. Juni 2018

Wieder einmal zog es uns in den schönen Kanton Aargau, aber diesmal in anderer Mission als üblich: Drei Mädchen mit ihren Ponys wagten sich zu ersten Mal an eine Gehorsamsprüfung. Es starteten Amélie mit Lunespring Ben, Ewa mit Bonnie Scarborough Fair und Jennifer mit Strolch. Nicht nur für die Reiterinnen, sondern auch für die Ponys war es der erste Start in dieser Disziplin, für Strolch sogar der erste Start seines Lebens.
Schon um 5.30 Uhr wurden die Ponys verladen (deshalb haben wir bei Scarlet grosszügig auf Turnier-Zöpfli verzichtet…) da Jennifer und Ewa bereits um 8.00 Uhr ihren Einsatz hatten.
Zuerst waren Jennifer und Strolch an der Reihe: Strolch war noch sehr nervös. Zum Glück durfte ich ihn bevor es losging einmal über die Trabstangen führen, denn die waren ihm gar nicht geheuer. Jennifer blieb jedoch ruhig und gab ihm die nötige Sicherheit. Und Strolch gab trotz seiner Nervosität sein Bestes, benahm sich super und meisterte seine erste Prüfung problemlos. Mit sorgfältigem Aufbau wird Strolch, der erst seit zwei Monaten bei uns ist, ein erstklassiges Pony für die grösseren Reiterinnen.
Auch Scarlet war nervös. Ihr Benehmen war wie immer makellos, aber Scarlets Kopf nickte heftig und fast ununterbrochen. Typisch wenn Scarlet angespannt ist. So war es natürlich nicht einfach einen sicheren Zügelkontakt zu haben. Und daher klappte es nicht gut mit dem Angaloppieren, zumal dies eh noch ein bisschen Ewas Schwachpunkt ist. Aber beide kamen gut durch das Programm. Und beim nächsten Mal sind beide sicher schon etwas gelassener. Hinter drei routinierten Reiterinnen platzierten sich Jennifer auf dem vierten und Ewa auf dem fünften Rang.
Zu guter Letzt waren noch Amélie und Ben an der Reitet. Ben läuft zu Hause sehr brav und mit erstaunlicher guter Selbsthaltung in der «Dressur». Und gute Nerven an Wettkämpfen hat er sowieso. Abe wie sich herausstellte, findet er, Hufschlagfiguren stampfen mag ja eine ganz nette Abwechslung im Training sein, aber für so etwas braucht man definitiv nicht auf ein Turnier zu fahren. Beim ersten Galopp zog er an, taxierte das Hägli mit gespitzten Ohren und flog mit gewaltigem Sprung darüber. Amélie liess ich nicht so leicht unterkriegen und ritt unbeirrt weiter. Beim nächsten Galopp gab er wider Gas. Die Abreitplatzaufsicht hatte die nette Idee, Ben davon abzuhalten wieder zu springen, indem sie mit weit ausgebreiteten Armen im Weg stand. Ben galoppierte auf sie zu in der festen Überzeugung, sie ginge dann schon auf dem Weg, um im letzten Moment eine Vollbremsung zu machen. Amélie landete ziemlich unsanft im Sand. Nach dem ersten Schrecken nahm sie es sehr sportlich, obwohl der Rücken noch einige Zeit etwas schmerzte. Die Moral von der Geschichte: Bens Stärke liegt eher in den schnellen Disziplinen.
Vielen Dank an die Richterin, für die aufmunternden Zeilen auf dem Richtblatt. Das motiviert die jungen Reiterinnen weiterhin an sich und den Ponys zu arbeiten!