Am 24. März 2010 nahm Pia an der Pony Club Instructor's Conference im Patchetts Equestrian Centre in Watford nördlich von London teil. Hauptreferentin war die international renommierte Reiterin, Trainerin, FEI-Richterin und Buchautorin Jennie Loriston-Clarke, Doyenne des englischen Dressursports, vierfache Olympia-Teilnehmerin mit zahllosen Erfolgen im grossen Viereck, national und international. Frau Loriston-Clarke, geborene Bullen, hat auf Ponys reiten gelernt und hat die von der Familie gezüchteten Ponys unter dem Sattel vorgestellt. Sie ist auch Richterin bei der National Pony Society. Der hochinteressante Weiterbildungs-Anlass war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Pia hat viele Tipps für den Dressurunterricht für Kinder und Jugendliche heimgenommen und die Bestärkung, mit ihrer Arbeit auf dem richtigen Weg zu sein.
Einfach toll, wie in England die Reiterei aus einem Guss besteht! Kinder beginnen mit Ponys in passender Grösse zu reiten und steigen auf immer grössere Ponys und schliesslich auf Pferde um. Die Ausbildung ist für die Kleinen genauso seriös wie für die Grossen, für Ponyreiter gibt es wie für Pferdereiter landauf, landab unzählige Turniere in allen Disziplinen. Völlig selbstverständlich, dass auch Koryphäen des Reitsports, ihrerseits ehemalige Ponyreiter, sich für die Ausbildung des Nachwuchses im Pony Club engagieren. Die hierzulande noch weit verbreitete Geringschätzung der Ponys wäre in Grossbritannien undenkbar, weil «alles, was ein Pferd kann, kann ein Pony auch, und oft sogar noch besser!» - so die aus langer Erfahrung entstandene Gewissheit.
Am 15. März 2010 mussten wir unseren Sparky (Bonnie Midnight Spark) auf die ewigen Weiden entlassen. Er krankte seit seiner Rückkehr zu uns im letzten Frühling an einem schleichenden, rätselhaften Leiden, das im Tierspital zunächst als Cushing Syndrom diagnostiziert wurde. Die Behandlung schlug nicht an, und weitere Tests wiesen dann doch nicht auf Cushing hin. Trotz diversen Abklärungen und Behandlungen verbesserte sich sein körperlicher Zustand nur vorübergehend, und sein Verhalten wurde immer eigenbrötlerischer, unberechenbarer und aggressiver. Er konnte seit Monaten nicht mehr geritten werden, und wir mussten ihn von den anderen Ponys abgetrennt halten. Kein glückliches Pony-Dasein! Wir entliessen ihn deshalb schweren Herzens in den Ponyhimmel. Der Entscheid ist uns unendlich schwergefallen, Sparky war das letzte Fohlen unserer unvergesslichen Chispa. Chispa hat seine Geburt nicht überlebt, und wir zogen Sparky mit der Flasche auf. Manchmal ist es einfach nur traurig!
30. Januar 2010: Echte Fans sind nicht zu bremsen! Da sage noch jemand, die heutige Jugend sei verweichlicht!
 Am Mittwochs-Rally vom 27. Januar 2010 hat Sebastian Oakley mit unseren Kids den Achievement Badge «Britische Ponyrassen» erarbeitet. Als Engländer und im Pony Club gross geworden, konnte er natürlich aus dem Vollen schöpfen. Er hat den Kindern mit viel Detailwissen und Anekdoten die neun «Native Breeds» näher gebracht. Sebastian hatte an die fünfzig Fotos dabei, die er als offizieller Pferdefotograf an verschiedenen englischen Ponyschauen geschossen hatte. Die Girls haben gut aufgepasst und viel gefragt, schliesslich wird auch Wissen über die englischen Ponyrassen an den Pony Club Tests geprüft.
 Vom 25. bis 29. Januar 2010 waren Sebastian und Mandy Oakley aus Devon bei uns zu Besuch. Sebastian hat bei uns eine «Work Experience», also ein Praktikum, absolviert, im Rahmen seiner «Equine Management»-Ausbildung am Duchy College. Sebastian hat im Stall und beim Reitunterricht mitgeholfen. Er ist bald achtzehn Jahre alt und reitet seit er mit vier Jahren in den Eggesford Pony Club eintrat, wo er aktiv an verschiedensten Aktivitäten mitmachte - Camps, Wettkämpfe, Tests, Achievement Badges... Nebenher hat er seine Showponies erfolgreich an der Hand und unter dem Sattel an unzähligen Schauen vorgestellt. Mit acht Jahren hat er begonnen, Dressurunterricht zu nehmen, mittlerweile reitet er Dressur bis Klasse M. Nebenbei ist er als Pferdefotograf an Schauen und Turnieren unterwegs. Mandy Oakley, seine Mutter, ist freiberufliche Pferdejournalistin und wird einen Artikel über unsere englischen Reitponys schreiben. Sie hat früher selber erfolgreich Reitponys gezüchtet und vorgestellt, und sie war von der Qualität unserer Ponys sehr beeindruckt. Mandy war in ihrer Jugend natürlich auch Mitglied im Pony Club und eine erfolgreiche Reiterin, als Mounted Games-Reiterin nahm sie mit ihrem Team sogar am Prince Philip-Cup an der Horse of the Year Show teil, dem Wettbewerb der Besten unter den Besten. Später hat sie das englische Weltmeister-Team trainiert. Haufenweise Gesprächsstoff also!
Wir haben mit Oakleys einen Ausflug nach Einsiedeln gemacht, das Klostergestüt ist bekanntlich das älteste noch existierende Gestüt in Europa, auch darüber wird Mandy einen Artikel schreiben. Ausserdem haben wir für Sebastian ein Treffen mit Hans Staub arrangiert. Für Sebastian war es ungemein interessant, einem Spitzen-Dressurreiter beim Reiten zuzuschauen. Beim anschliessenden Kaffee offerierte Hans Staub Sebastian eine Woche Aufenthalt und Unterricht in seinem Dressurstall. Sebastian war im siebten Himmel! Unser Kontakt zu Hans Staub rührt von unseren Ponys her. Der von uns gezüchtete und jetzt in Deutschland lebende Hengst Bonnie Snowfox wurde im Dressurstall Hans Staub ausgebildet, ausserdem war unsere inzwischen verkaufte Stute Haw Dutch Lights für zwei Monate dort in Ausbildung.
 Am Mittwoch, 20. Januar 2020 wurde wieder heftig «gequizt», also Pony/Pferde-Wissen im weitesten Sinn getestet. Drei Mamis nahmen die Herausforderung an und traten tapfer als Team gegen die kleinen Ponyexperten an, Chapeau! Es war für alle ein Riesenspass – und lehrreich dazu!
 Die diesjährige Stallweihnacht fiel auf den 16. Dezember, der sich wettermässig als perfekt für diesen Anlass erwies: Schnee, trocken, kalt, windstill. Die Kerzen am Tannenbaum und die Windlichter im Schnee konnten ungestört brennen und eine märchenhafte Stimmung verbreiten. Das Rezept gegen Kälte? Bewegung, heisser Punsch und viiiiiel Süsses futtern!
(Doch noch ein Bild, danke, Els Kessler!)
Wir wünschen allen eine schöne Festzeit und einen guten Start ins neue Jahr.
Anlässlich der DV vom 13. Dezember 2009 in Maienfeld wurde der Ponysportverein Bonnie Ponies in den OKV aufgenommen. Das bringt Vorteile, aber auch Verpflichtungen. Wir übernehmen aber gerne das Motto des OKV: Yes, we do!
Mittwoch, der 11. November 2009 war ein trauriger, seit langem befürchteter Tag: Wir mussten unseren Hengst Harwoods Simple Simon ziehen lassen. Simons Altersbeschwerden hatten sich stetig verschlimmert, die schwere Entscheidung liess sich nicht länger aufschieben. Simon litt an Arthrose, vor allem aber machten ihm seine Zähne zu schaffen; er konnte zum Schluss nicht einmal mehr sein zu Brei eingeweichtes Spezial-Seniorenfutter richtig fressen. Er hat noch einen wunderschönen Sommer und Herbst verbracht und durfte in Würde gehen. Wir vermissen ihn schmerzlich! Er war ein Ausnahmehengst - «one in a million», wie die Engländer sagen. Noch im Alter strahlte er eine Noblesse aus zog mit seiner Präsenz und seinem Adel aller Augen auf sich. Er war ein Gentleman, eine Persönlichkeit mit einmaligem Charakter. Als Trost bleiben uns seine Nachkommen, denen er seine Schönheit, seine Leistungsbereitschaft, seinen Power und sein freundliches, gelassenes Wesen weitergegeben hat.
Am 7. November 09 hatten unsere Reitschülerinnen wieder Gelegenheit, ihre Fortschritte zu zeigen und dokumentieren zu lassen. Cordelia Eberle hat als kompetente, faire Expertin die Prüfungen abgenommen, vielen Dank! Die Mädchen sind ihre gerittenen Aufgaben sehr konzentriert angegangen und waren auch in Theoriefragen sattelfest. Wir gratulieren herzlich zu den Prüfungsdiplomen!
| D-Standard of Efficiency sowie Bronze Award 1 | Lorena Hindermann, Christina Pfister, Michaela Pfister, Ronja Rusterholz, Giuliana Targa |
| E-Standard of Efficiency sowie Bronze Award 2 & 3 | Aida Kaufmann |
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